Aktuelle Themen

«Mit Egoismus lässt sich keine Gesellschaft formen und kein Staat unterhalten.»

Umwelt und Energie

Als Biologe und Gemeinderat mit dem Ressort Umwelt ist mir das Thema Klima und der damit verbundene Erhalt der Biodiversität ein grosses Anliegen. Der Verlust an Biodiversität, wie er anfangs Mai im Bericht des Weltbiodiversitätsrats IPBES (Intergovernmental Science-Policy Platform on Biodiversity and Ecosystem Services) dargelegt wurde, ist dramatisch und wird unsere Lebensgrundlagen insbesondere die Landwirtschaft massiv beeinflussen. Dazu trägt auch der Klimawandel bei. Hier besteht nationaler und internationaler Handlungsbedarf, so wie auch persönliches Engagement notwendig ist.

Die Klimadebatte ist dringend und entsprechender Handlungsbedarf zwingend; sie darf aber nicht zu einer Stigmatisierung einzelner „Klimasünder“ führen. Deshalb geht es nicht um monothematische radikale Lösungen (kein Fleisch, kein Handy, kein Auto, kein Haus, keine Cloud, keine Flugreisen, keine …) sondern eher um die Frage, wieviel der Mensch zum Leben braucht (Stichwort «Suffizienz»). Vielleicht wäre etwas weniger etwas mehr: weniger Luxus mehr Lebensqualität für alle.

Wir müssen so schnell wie möglich von den fossilen Energieträgern weg kommen und auf erneuerbare inländische Energieressourcen setzen. Das verkleinert unsere Unabhängigkeit vom Ausland, fördert einheimische Arbeitsplätze und vermindert nachhaltig unseren CO2 Ausstoss.

Bildung und Arbeit

Als 55-jähriger Vater von 5 erwachsenen Kindern und Dozent an der Uni Bern ist mir das Thema «Arbeit und Ausbildung für alle» ein Herzensanliegen Eine gute Volksschule sowie vielfältige Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten für alle sind die Basis für die Existenzsicherung und bilden unser gesellschaftliches Kapital.

Der Erhalt von Arbeitsplätzen für ältere Arbeitnehmende, gerade auch in Zeiten eines ausgeprägten Technologiewandels, ist eine gesellschaftliche und wirtschaftliche Aufgabe und eine Frage der Wertschätzung.

Finanz und Wirtschaft

Die Konzentration von immer mehr Kapital in immer weniger Händen gefährdet den sozialen Zusammenhalt und die politische Stabilität. Die schiere Unmöglichkeit, mittels Lohnarbeit ein anständiges Vermögen fürs Alter aufzubauen steht dem fast unbegrenzten Wachstum von Vermögen aus Kapitalzinsen ohne Arbeitsleistung gegenüber. Deshalb braucht es hier Massnahmen, die Kapital(gewinne) stärker besteuern als Lohneinkommen. Zudem muss dem schädlichen «Steuerwettbewerb» mit Steuergerechtigkeit und -harmonisierung Einhalt geboten werden.

«Arbeit muss sich lohnen» heisst nicht Sozialhilfe kürzen, sondern existenzsichernde Löhne zu bezahlen. Daran müssen sich alle Unternehmen orientieren, insbesondere bei der Vergabe von Unteraufträgen oder bei der Anstellung ausländischer Arbeitnehmender. In Grosskonzernen braucht es Wirtschaftsdemokratie und Mitspracherechte der Angestellten.